Sport und Tuning klingen zusammen nicht so, als würden sie zusammen passen. Doch beim Motoball ist dies anders. Anders als beim Fußball oder der Formel 1, wo alles genau nach allen Regeln ablaufen muss, gibt es beim Motoball oft ein paar mehr Freiheiten.

Beim Fußball können Spieler ihre eigenen Schuhe mitbringen, welche oft vom Sponsor gestellt werden. Bei einem Formel 1-Auto bestimmt auch oft der Sponsor, wie das Auto von außen aussieht oder welche Werbebanner sich darauf befinden müssen.

Dies sind jedoch eher ästhetische Veränderungen, wirklichen Einfluss haben diese auf das Fahrverhalten nicht. Beim Motoball hat man jedoch ein paar mehr Möglichkeiten, die die Sportart abwechslungsreicher machen und Spielraum für Kreativität bieten. Kreativität ist hier ein wichtiger Punkt, denn wer beim Motoball ist, der ist auch immer ein bisschen „verrückt“ und möchte sich und seine Maschine auch gerne präsentieren und einzigartig machen. Kleine Verzierungen oder sogar besondere Teile, die zwar nicht notwendig sind, die Maschine aber besonders und erwähnenswert machen, sind daher sehr beliebt. Bis zu einem gewissen Grad ist eine Menge kreativer Freiraum erlaubt und wird auch gerne von den Fahrern ausgenutzt. Wichtig ist jedoch, dass es nicht zu bunt wird, den man muss die Teams noch gut voneinander unterscheiden können. Hierzu dienen primär die Trikots, jedoch auch die Motorräder sollten stets einem bestimmten Team zugeordnet werden können.

Viel wichtiger als optisches Tuning ist jedoch das Tuning der Maschine, um die Fahrweise und das Verhalten zu verändern, um so einen kleinen Vorteil zu haben. Je nachdem, an welcher Position man spielt, können bestimmte Motorräder Vorteile oder auch Nachteile haben. Wer beispielsweise vorrangig im Angriff unterwegs ist, für den kann eine hohe Beschleunigung Vorteile haben, damit man, wenn man den Ball unter Kontrolle hat, schnell am Gegner vorbeifahren kann. In der Verteidigung kann es wichtig sein, über eine hohe Manövrierfähigkeit zu verfügen, damit man auf Konterangriffe schnell reagieren kann. Denn wenn man den Ball im Angriff verliert und der Gegner schnell umschaltet, ist es unverzeihbar, wenn die eigene Maschine nicht schnell genug reagieren kann und so ein Tor entsteht.

Wichtig ist beim Tuning jedoch zu beachten, dass dieses nach strikten Regeln erfolgt, damit niemand einen unfairen Vorteil bekommt und auch kein höheres Verletzungsrisiko entsteht. So mussten teilweise erst schwere Unfälle passieren, bis wirklich verstanden wurde, welche zusätzlichen Gefahren auftreten können, wenn ein Motorrad nicht „nur“ 80 Stundekilometer fährt, sondern 120 oder sogar noch mehr. Sollten so zwei Motorräder frontal zusammenstoßen, kann es zu schwersten oder sogar tödlichen Verletzungen kommen. Denn anders als im Auto auf der Autobahn oder einem Formel 1-Wagen verfügen die Motorräder über keine Airbags, die den Fahrer bei Aufprallen schützt.

Mittlerweile ist es aber von fast allen Teilnehmern akzeptiert, dass Tuning bestimmten Regeln folgen muss, und es kommt immer seltener vor, dass ein Motorrad aufgrund illegaler Veränderungen vom weiteren Spielverlauf disqualifiziert werden muss. Sollte dies jedoch bei bestimmten Spielern häufiger vorkommen, können diese auch langfristig vom Sport ausgeschlossen werden. Durch diese Maßnahmen konnte insgesamt die Sicherheit erhöht werden, sodass es nur noch selten zu schwersten Verletzungen kommt. Kleinere Verletzungen sind jedoch relativ häufig. Wenn sie auch nicht dramatisch sind, können sie dennoch schmerzhaft sein. Gerade zusätzlich angebrachte Teile mit scharfen Kanten, die bei der Kontrolle übersehen werden, können schlimme Folgen haben. Deshalb ist es beim Tuning auch empfehlenswert, nur originale Teile bei registrierten Händlern und Zulieferern zu erwerben. Diese Teile sind speziell für den Motoball konstruiert und getestet.

Doch auch die Wahl der richtigen Kleidung kann beim Motoball Auswirkungen haben. Dies betrifft vor allem das Schuhwerk, das eine Menge aushalten muss. Nicht nur bei Unfällen müssen die Schuhe gut und lange halten, auch kräftige Schüsse sollten damit möglich sein. Denn nichts ist ärgerlicher, als endlich den Ballbesitz im Strafraum zu haben, aber dann daran zu scheitern, dass der gewählte Schuh nicht die richtige Schusstechnik zulässt. Je nachdem, aus welchem Winkel geschossen wird, wirken auch andere Kräfte auf den Schuh. Dies sollte von vornherein berücksichtigt und auch schon mal „trocken“ geübt werden. Dies kann auch ohne Motorrad passieren und sieht dann ähnlich aus wie beim regulären Fußballtraining.

Wer sich mehr für das Tuning beim Motoball interessiert, der findet auf dieser Website zahlreiche weitere Artikel, die sich mit dem Thema beschäftigen und zu kreativen Lösungen inspirieren. Jedoch sollte hier jedem Fan nahegelegt werden, sich erst einmal selber Gedanken zu machen, wie die Maschine optisch verändert werden kann. Denn wer lediglich von vorherigen Designs abkuppelt, der ist nicht wirklich kreativ. Sich ein paar Sachen abzugucken, ist aber erlaubt und wird auch besonders dann empfohlen, wenn das Tuning über die Optik hinausgeht.

Das Wichtigste sollte man jedoch stets im Auge behalten: Auch wenn es noch so gut aussieht, die Sicherheit geht immer vor.